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Oper

DER IDIOT

Fr, 28.04.2023 - So, 07.05.2023
Theater an der Wien (im Museumquartier Halle E)

Einführungsmatinee: So, 16.04.2023, 11h
Premiere: Fr, 28.04.2023, 19h
Spielzeitraum: 28.04.-07.05.2023

Aufgrund von Generalsanierung 
finden die Produktionen des Theater an der Wien
bis zur Saison 2024/25 in der Halle E
mitten im MuseumsQuartier statt.

DER IDIOT
Mieczysław Weinberg
OPER IN VIER AKTEN
Libretto von Alexander Medwedew
Österreichische Erstaufführung
In russischer Sprache mit Übertiteln

Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn

Der seelisch kranke Fürst Myschkin hat jeglichen Sinn für die Realität verloren und glaubt unerschütterlich an das Gute. Auf der Zugfahrt, die ihn nach einem Sanatoriumsaufenthalt zurück nach St. Petersburg bringt, lernt er den Kaufmann Rogoschin kennen, worauf sich ein Spiel von Abhängigkeit, Wahnsinn und Mord entspinnt. Weinbergs letzte Oper basiert auf dem gleichnamigen Roman von Fjodor Dostojewski – die Handlung wird komprimiert, zugespitzt und theatralisiert, ohne die psychologische Feinheit der literarischen Vorlage zu beschneiden. Angesichts dieser gelungenen Adaption kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Wie konnten die Werke des russischen Komponisten Mieczysław Weinberg (1919 – 1996) in Vergessenheit geraten? Erst seit gut zehn Jahren wird er wiederentdeckt und als seinem Freund Dmitri Schostakowitsch ebenbürtig angesehen. Der Idiot, 1986-1989 komponiert, kam 2013 in Mannheim zur Uraufführung und steht nun in Wien in einer Inszenierung des russischen Regisseurs Vasily Barkhatov erstmals auch in Österreich auf dem Programm. Weltliteratur auf der Opernbühne.

Besetzung

Musikalische Leitung                      Michael Boder
Inszenierung                                    Vasily Barkhatov
Bühne                                               Christian Schmidt
Kostüm                                             Stefanie Seitz
Licht                                                  Alexander Sivaev
Dramaturgie                                     Christian Schröder

Fürst Myschkin                                 Dmitry Golovnin
Natassja                                            Natalya Pavlova
Rogoshin                                          Dmitry Cheblykov
Lebedjew                                          Petr Sokolov
General Jepantschin                        Valery Gilmanov
Jepantschina                                     Ksenia Vyaznikova
Aglaja                                                Ieva Prudnikovaitė
Alexandra                                         Tatjana Schneider
Totzki                                                 Alexey Dedov

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Arnold Schoenberg Chor (Leitung: Erwin Ortner)

Handlung

1. Akt Fürst Myschkin kehrt von einem langen Kuraufenthalt in der Schweiz nach Russland zurück. Im Zug Richtung St. Petersburg trifft er auf den reichen Kaufmannssohn Rogoschin, der von der bekannten Kurtisane Nastassja förmlich besessen zu sein scheint.

Anlässlich ihres Namenstages plant Nastassja ein Fest, auf dem sie bekanntgeben möchte, wen sie zu heiraten gedenkt. Ihr ehemaliger Geliebter Tozkij hat ihr eine beträchtliche Aussteuer geschenkt und möchte sie gerne an seinen Sekretär Ganja verheiraten, um sich unkompliziert weiter mit ihr treffen zu können. Als Ganja Nastassja fragt, ob sie ihn tatsächlich heiraten möchte, vertröstet sie ihn auf das abendliche Fest.

Myschkin besucht entfernte Verwandte, den General Jepantschin und dessen Familie. Er ist fasziniert von der Tochter des Hauses, Aglaja, zugleich jedoch unwiderstehlich angezogen von einem Bild Nastassjas, das ihm der ebenfalls anwesende Ganja zeigt. Ganja hält um Aglajas Hand an, um der arrangierten Ehe mit Nastassja zu entgehen, doch sie weist ihn zurück.

2. Akt Myschkin hat Quartier bei Ganjas Eltern bezogen. Nastassja lädt alle zu ihrem abendlichen Namenstagsfest ein. Sie und Myschkin fühlen sich augenblicklich zueinander hingezogen. Rogoschin bietet Ganja 18.000 Rubel an, wenn er auf Nastassja verzichtet. Als diese sich empört unter Wert verkauft fühlt, steigert Rogoschin den Betrag auf 100.000 Rubel. Nastassja wird daraufhin von Ganjas Familie als Prostituierte beschimpft. Einzig Myschkin steht ihr bei.

Nastassja feiert ihren Namenstag und fragt Myschkin um Rat, ob sie Ganja das Jawort geben soll. Als der Fürst verneint, weist sie ihren Verehrer ab. Daraufhin bringt ihr Rogoschin die versprochenen 100.000 Rubel. Myschkin erklärt Nastassja, dass er selbst ein reicher Erbe ist und sie gerne heiraten möchte, doch sie will ihn nicht ins gesellschaftliche Verderben stürzen. Stattdessen überreicht sie Ganja das Geld und zieht sich mit Rogoschin zurück.

3. Akt Einige Zeit später. Kurz vor der geplanten Hochzeit mit Rogoschin hat Nastassja ihn verlassen und eine Affäre mit Myschkin begonnen. Inzwischen lebt sie jedoch wieder bei Rogoschin.

Myschkin und Rogoschin sprechen sich aus. Der Fürst beteuert, Nastassja nur aus Mitleid zu lieben, während der Kaufmann erklärt, dass Nastassja nur Gefühle für Myschkin habe. Die beiden bekunden ihre Freundschaft. Doch nur wenige Augenblicke später versucht Rogoschin auf der Straße vergebens, Myschkin zu ermorden. Myschkin fällt in Ohnmacht, und Rogoschin flieht.

Nastassja sorgt sich um Myschkins Wohl, ist zugleich aber eifersüchtig auf Aglaja. Diese wiederum zieht den sich langsam wieder erholenden Fürsten mit seiner Schwärmerei zu der Kurtisane auf. Als Myschkin ihr seine Zuneigung zeigt, erklärt ihm Aglaja, dass sie ihn keinesfalls heiraten werde.

Nastassja bittet Aglaja allerdings per Brief, Myschkin zu heiraten. Diese ist hin und hergerissen, schließlich aber bedrängt sie Myschkin, Nastassja zu heiraten.

4. Akt Myschkin hält um die Hand Aglajas an. Diese will sich mit der Kurtisane aussprechen und lässt sich bei dem Treffen von Myschkin begleiten. Die beiden Frauen geraten aneinander, und der Fürst weiß nicht, wie er sich verhalten soll. Der verzweifelt verliebte Rogoschin beklagt sein Schicksal.

Einige Zeit später treffen Rogoschin und Myschkin wieder aufeinander. Rogoschin lädt den Fürsten in sein Haus ein und zeigt ihm die Leiche Nastassjas, die er soeben erstochen hat. Die beiden Männer setzen sich auf den Boden und umarmen sich.

Juniorenermäßigung bis zum 16. Lebensjahr (nur gültig in Verbindung mit einem Erwachsenenticket)!

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Theater an der Wien (im Museumquartier Halle E)
Museumsplatz 1 1070 Wien