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Klassik

EGMONT | EROICA - THEATER AN DER WIEN

Sa, 09.05.2020
Theater an der Wien

EGMONT | EROICA - THEATER AN DER WIEN

Konzertante Aufführung - Musik von Ludwig van Beethoven

EGMONT

Schauspielmusik (1810)
zu Johann Wolfgang von Goethes Trauerspiel Egmont
 

EROICA

Symphonie Nr. 3 Es-Dur (1804/05)
I. Allegro con brio
II. Marcia funebre – Adagio assai
III. Scherzo – Allegro vivace – Trio
IV. Finale – Allegro molto – Poco andante – Presto


Menschsein heißt, frei zu sein: Beethoven beschäftigte sich zeit seines Lebens mit dem Topos Freiheit, was sie für den Menschen bedeutet und wie wichtig sie für uns alle ist. In Graf Egmont, dem Protagonisten des gleichnamigen Goetheschen Dramas, fand Beethoven seinen Idealtypus des Freiheitskämpfers. Zu einer Aufführung im Wiener Burgtheater 1810 komponierte er die 10-teilige Schauspielmusik, obwohl die Dramenhandlung nur fünf Stücke verlangte. Das berühmteste Stück daraus, eigentlich eines der berühmtesten Beethoven-Stücke  überhaupt, ist die Ouvertüre. Sie entstand am Ende des Kompositionsprozesses und es heißt von ihr, sie antizipiere die Ereignisse des folgenden Dramas. Da aber im weiteren Verlauf der musikalische Bezug zu den Figuren fehlt, bleibt es spekulativ, welcher Charakter mit welchem musikalischen Motiv ausgedeutet wird. Ein ebenso  prominentes Stück, um das sich zahlreiche Anekdoten ranken und das  gleichermaßen mit dem Thema Freiheit verknüpft ist, ist Beethovens dritte  Symphonie, die Eroica. Ihre Entstehungszeit liegt hauptsächlich im Jahr 1803, einem Krisenjahr: Seit spätestens Oktober 1802 litt Beethoven unter zunehmender Taubheit, wie sein Heiligenstädter Testament bezeugt. Sie erschwerte nicht nur sein alltägliches Leben, sondern auch seinen Beruf als (komponierender) Klaviervirtuose. Ein erster Schritt zum Berufsziel Komponist war die Festanstellung am Theater an der Wien. Hier nutzte er zudem das vorhandene Orchester für musikalische Akademien, wie das auch andere Musikerinnen und Musiker taten. Ein weiterer Schritt war eine  künstlerische Profilschärfung: Er entwickelte erfolgreich seinen eigenen  musikalischen Stil, beschritt einen neuen Weg. Aber auch die politischen Ereignisse – man denke an Napoleon und seine Koalitionskriege – beeinflussten seine dritte Symphonie maßgeblich. In seiner Zeit im Theater an der Wien entwickelte sich eine Freundschaft zwischen Beethoven und dem Geiger Franz Clement. So war er es, der am 7. April 1805 die Eroica in seine musikalische Akademie integrierte und sie – abgesehen von der Privataufführung bei Fürst Lobkowitz – damit auf unserer Bühne zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte. 

MUSIKALISCHE LEITUNGIvor Bolton
SOPRANMarlis Petersen
ORCHESTERWiener Symphoniker

 

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Theater an der Wien
Linke Wienzeile 6 1060 Wien