© Vereinigte Bühnen Wien
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Oper konzertant

IL VENCESLAO

Di, 22.11.2022
Theater an der Wien (im Museumquartier Halle E)

Aufgrund von Generalsanierung 
finden die Produktionen des Theater an der Wien
bis zur Saison 2024/25 in der Halle E
mitten im MuseumsQuartier statt.

Dramma per Musica in fünf Akten von Antonio Caldara
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit Übertiteln
Werkeinführung 30 Minuten vor Aufführungsbeginn

Libretto von Apostolo Zeno

Der Venezianer Antonio Caldara wurde unter Kaiser Karl VI. zum Ersten Vizekapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle ernannt und schrieb hier vor allem Vokalmusik. Er war bereits neun Jahre in Wien tätig, als er 1725 die Oper Il Venceslao komponierte. Mit seiner sowohl vom venezianischen wie auch vom Wiener Stil beeinflussten Kompositionsweise widmet er sich hier dem polnischen Herrscher Wenzel. Dessen zwei Söhne verlieben sich unglücklich in dieselbe Frau. Ihre Rivalität fechten die Brüder in vokal schier aberwitzigen Arien aus, wobei ihnen das polnische {oh!} Orkiestra Historyczna unter der Leitung von Martyna Pastuszka sekundiert.

Handlung

1. Akt Venceslao, der König von Polen, und seine beiden Söhne Casimiro und Alessandro feiern die siegreiche Rückkehr des Generals Ernando und möchten ihn belohnen. Der General erbittet die Hochzeit seines besten Freundes Alessandro mit Erenice, einer polnischen Prinzessin. Lange Zeit hatte sich Ernando als Geliebter der Prinzessin ausgegeben, um Alessandro vor einem Racheakt Casimiros zu schützen, der ebenfalls in Erenice verliebt ist. Tatsächlich ist Casimiro immer noch davon überzeugt, dass es sich bei seinem Nebenbuhler um Ernando handelt, den er nun eifersüchtig fortschickt. Casimiro hatte sich jedoch auch eine Tarnung zugelegt, um seine Liebe zu Erenice zu verschleiern. Er ist mit Lucinda, der Königin von Litauen, verlobt, die er jedoch inzwischen verlassen hat. Lucinda reist nun als Mann verkleidet nach Polen, um ihren Verlobten zurückzuerobern.

2. Akt Casimiro gibt vor, Lucinda nicht zu erkennen. Sein Vertrauter Gismondo empfindet jedoch Mitleid und erinnert Casimiro an das Heiratsversprechen. Venceslao verspricht Lucinda, die er in ihrer Verkleidung nicht erkennt, seine rückhaltlose Treue und macht Casimiro heftige Vorwürfe. Obwohl Ernando tatsächlich selbst in Erenice verliebt ist, gibt er Alessandro und der Prinzessin den Rat, noch am selben Abend zu heiraten, ohne die vorherige Zustimmung von König Venceslao einzuholen. Casimiro versucht sein Glück bei Erenice, wird von ihr jedoch zurückgewiesen. Dabei erfährt er jedoch von ihrer anstehenden Hochzeit.

3. Akt Die verzweifelte Lucinda fordert Casimiro zu einem Duell. Sie unterliegt ihrem Verlobten. Daraufhin enthüllt Lucinda allen ihre wahre Identität und Venceslao verspricht ihr Gerechtigkeit. Casimiro tötet seinen Bruder aus Eifersucht. Als Ernando und Erenice Venceslao von der Tat berichten, ist der Monarch fassungslos. Trotz Casimiros Reue und der verzweifelten Bitten Lucindas um Gnade verurteilt er seinen Sohn zum Tode.

4. Akt Lucinda und Casimiro versöhnen sich. Venceslao hadert mit seinem Schicksal, da er seine beiden Rollen als Vater und König nicht in Einklang bringen kann.

5. Akt Sowohl Lucinda als auch Ernando und Erenice bitten um Casimiros Leben, was König Venceslao aus Gründen der Staatsraison nicht gestatten kann. Schließlich dankt Venceslao ab und bestimmt Casimiro zu seinem Nachfolger. Dieser kann sich als Monarch nun selbst begnadigen. Casimiro heiratet Lucinda und auch Ernando und Erenice finden schließlich zusammen.

Juniorenermäßigung bis zum 16. Lebensjahr (nur gültig in Verbindung mit einem Erwachsenenticket)!

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Theater an der Wien (im Museumquartier Halle E)
Museumsplatz 1 1070 Wien