© Barrios Martinez
-10%
Oper

ISIS - THEATER AN DER WIEN

Sa, 22.02.2020
Stadttheater Berndorf

ISIS

Konzertante Aufführung in französischer Sprache

Tragédie en musique in fünf Akten (1677)
Musik von Jean-Baptiste Lully
Libretto von Philippe Quinault

Schon wieder hat Jupiter für sich ein Objekt der Begierde ausgemacht, die schöne Nymphe Io. Ihre Auserwähltheit bleibt nicht lange geheim: Ihr Verlobter Hiérax beklagt schon ihre Untreue, bevor etwas passiert ist, aber obwohl Jupiter seine glanzvolle Macht und Größe vor ihr ausbreitet, lehnt Io seine Anträge ab. Das nützt ihr aber nichts, denn Juno, Jupiters nicht grundlos permanent eifersüchtige Gemahlin, hat ebenfalls Wind von der neuesten Schwärmerei ihres Mannes bekommen und will die Rivalin auf jeden Fall ausschalten. Jupiters Vernebelungstaktiken greifen nicht, Juno bringt Io in ihre Gewalt und setzt sie schrecklichen Qualen aus: Sie muss, von Furien verschleppt, in der kältesten Zone der Erde beinahe erfrieren, in der heißesten fast zerschmelzen. Als Io an Ägyptens Mittelmeerküste angespült wird, ist sie fast tot. Nun greift Jupiter endlich ein, er versöhnt sich mit Juno und macht Io unsterblich: Aus der Nymphe wird die ägyptische Göttin Isis. Diese personenreiche Tragédie en  musique mit dem obligatorischen, den Königverherrlichenden Prolog und fünf  abwechslungsreichen Akten, war die fünfte Zusammenarbeit zwischen Jean-Baptiste  Lully und dem Dichter Philippe Quinault, aber Isis blieb stets eine der unbekanntesten  Opern der beiden, was nicht unbedingt an der musikalischen Qualität liegt. Sie erhielt sogar den Beinamen „Die Oper der Musiker“: Die  Instrumentierung ist besonders farbig und fantasievoll, die Partitur birgt zahlreiche Schätze, so die Verzweiflungsarie der Io, „Terminez mes tourments“, den geradezu revuehaften dritten Akt, in dem die Geschichte von Pan und Syrinx wie eine Oper in  der Oper als Spiegelung der Haupthandlung gezeigt wird und die Schilderung der  Qualen von Io im vierten Akt. Der „Choeur des Trembleurs“, der vor Kälte Zitternden,  soll Vorbild für Purcells „Frost Scene“ in King Arthur gewesen sein. Trotzdem war Isis  ein Reinfall und beendete die Karriere des genialen Duos Lully/Quinault, denn sie  waren zu dreist geworden: Das Libretto barg eine unmissverständliche Anspielung auf die aktuelle Konkurrenz zweier Mätressen Ludwigs XIV. Der König war nicht  erfreut, und Isis sowie weitere Arbeiten Quinaults waren bei Hofe nicht mehr  erwünscht.
 

MUSIKALISCHE LEITUNGChristophe Rousset
ISIS / IO / THALIEEve-Maud Hubeaux
LA RENOMMÉE / MELPOMÈNE / MYCÈNE / JUNONBénédicte Tauran
CALLIOPE / IRIS / SYRINX / HÉBÉAmbroisine Bré
APOLLON / PIRANTE / ERINNISCyril Auvity
MERCUREFabien Hyon
JUPITER / PANEdwin Crossley-Mercer
NEPTUNE / ARGUSPhilippe Estèphe
HIERAXAimery Lefèvre
ORCHESTERLes Talens Lyriques
CHORChoeur de Chambre de Namur



Kinderermäßigung bis zum 16. Lebensjahr!

-10%
Stadttheater Berndorf
Kislingerplatz 6 2560 Berndorf