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Oper konzertant

THÉSÉE

Mi, 01.03.2023
Theater an der Wien (im Museumquartier Halle E)

Aufgrund von Generalsanierung 
finden die Produktionen des Theater an der Wien
bis zur Saison 2024/25 in der Halle E
mitten im MuseumsQuartier statt.

 

 

THÉSÉE
Jean-Baptiste Lully
TRAGÉDIE LYRIQUE IN EINEM PROLOG UND FÜNF AKTEN
Libretto von Philippe Quinault
Konzertante Aufführung in französischer Sprache mit Übertiteln
Werkeinführung 30 Minuten vor Aufführungsbeginn

Am Hof des französischen Sonnenkönigs sollten sich alle zu Gebote stehenden Künste zusammentun, um der Monarchie zu huldigen: In den Tragédies lyriques verschmolzen Gesang, Poesie, Tanz und spektakuläre Ausstattung zu einem Gesamtkunstwerk. So wurden etwa bei der Uraufführung von Thésée fliegende Dämonen oder ein verzaubertes Festmahl nicht nur zu szenischen Höhepunkten, sondern durch Jean-Baptiste Lullys farbenreiche Musik vor allem zu einem akustisch spektakulären Erlebnis. Neben virtuosen Trompetenfanfaren bietet diese abwechslungsreiche Partitur auch innigste Lyrik: ein ideales Stück für Christophe Rousset und sein Ensemble Les Talens Lyriques. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Kriegsheld Theseus, der hier jedoch weniger in martialische als in amouröse Konflikte mit der Prinzessin Aigle und der Zauberin Medea verwickelt wird.

Besetzung:

Musikalische Leitung                                                     Christophe Rousset

Thésée                                                                            Mathias Vidal
Médée                                                                             Karine Deshayes
Æglé                                                                                Deborah Cachet
Egée                                                                                Philippe Estèphe
Cleone, Cérès                                                                 Marie Lys
Un plaisir / un viellard / un combattant                       Fabien Hyon
Bacchus                                                                          Robert Getchell
Minerve / La Grande Prêtresse  de Minerve               Bénédicte Tauran

Les Talens Lyriques
Chœur de chambre de Namur

Handlung

Prolog Die Allegorien der Liebe, der Schönheit, der Freuden und der Spiele ziehen sich aus Versailles in die Umgebung zurück, da die Abwesenheit des mit Kriegsangelegenheiten beschäftigen Königs Louis XIV. sie betrübt. Selbst die Göttin Venus vermag sie nicht zurückzuhalten und fordert von Mars eine rasche Wiederherstellung des Friedens. Mars beschwichtigt sie mit der Erklärung, dass der Sonnenkönig als neuer Mars den Ruhm Frankreichs bald wiederherstellen werde.

1. Akt Athen befindet sich im Kriegszustand. Die Prinzessin Aigle erwartet mit ihrer Vertrauten Cleone den Ausgang der Kämpfe, ist sie doch in den Krieger Theseus verliebt. Tatsächlich trägt das athenische Heer den Sieg davon und König Aigeus bittet Aigle um ihre Hand. Er will seine bereits bestehende Verlobung mit der Zauberin Medea lösen, die er stattdessen mit Theseus verheiraten will.

2. Akt Medea hat längst das Vertrauen in die Männer verloren und erhält von ihrer Vertrauten Dorine – auch sie in Liebesnöten – den Rat, Theseus in sich verliebt zu machen. Als sie vom Ende der Verlobung mit Aigeus erfährt, bleibt sie ruhig und wendet sich augenblicklich an den Krieger. Theseus erklärt Medea, dass er aufgrund seiner Liebe zu Aigle keine Beziehung mit ihr führen könne. Ihre Eifersucht beherrschend, heuchelt Medea Verständnis.

3. Akt Aigle und Cleone erwarten Theseus und erfahren in der Zwischenzeit, dass der König auf seinen Heiratsplänen beharrt. Aigle vertraut sich Medea an und gesteht ihr, Theseus zu lieben. Medea eröffnet ihr, ebenfalls in Theseus verliebt zu sein und rät ihr, den König zu heiraten. Mit ihrer Zaubermacht öffnet sie die Pforten der Hölle und lässt Aigle von Ungeheuern foltern.

4. Akt Medea lässt nun auch Theseus bedrohen und Aigle dabei zusehen. Daraufhin verspricht die Prinzessin auf Theseus zu verzichten und den König zu heiraten. Doch Theseus widersetzt sich einer Beziehung mit der Zauberin und wirbt weiter um Aigle, der er offenbart, der Sohn von König Aigeus zu sein. Seine wahre Identität habe er bislang noch niemandem preisgegeben. Medea gibt vor, die Liebe zwischen Aigle und Theseus zu akzeptieren.

5. Akt Medea plant ihre Rache und überzeugt Aigeus, Theseus durch Gift zu töten. Doch als Theseus dem König zuvor Treue schwört und dabei sein Schwert zieht, erkennt ihn Aigeus anhand der Waffe als seinen eigenen Sohn und wirft alle Pläne über den Haufen. Er erteilt Theseus die Erlaubnis, Aigle zu heiraten. In ihrer Wut lässt Medea den Palast in Flammen aufgehen, doch im allerletzten Moment erscheint die Göttin Minerva und führt alles zu einem guten Ende.

Juniorenermäßigung bis zum 16. Lebensjahr (nur gültig in Verbindung mit einem Erwachsenenticket)!

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Theater an der Wien (im Museumquartier Halle E)
Museumsplatz 1 1070 Wien